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Pfarrei
Stubenberg
OSTERN - Ich sah einen sterbend ins Leben
gehen
Keiner weiß, wie lange werden wir noch sein,
morgen oder
heute holt der Tod uns ein.
Keiner kann
uns helfen, jeder stirbt allein,
und es bleibt
am Ende nur ein Grab, ein Stein.
Alle unsre
Namen wir der Wind verwehn,
oder ruft uns
einer, dass wir fortbestehn?
Kann es sein,
dass Gott uns einst vom Tod befreit,
und in Freude
wandelt alles Menschenleid?
Ob wir dann
wie Kinder vor dem Vater stehn
und mit neuen
Augen seine Wunder sehn?
Werden wir
dann hören, wie die Schöpfung singt,
wie das Lied
der Sterne und der Blumen klingt?
eine neue
Erde, wie soll das geschehn,
dass wir
unsre Lieben einmal wiedersehn?
Oder sind das
Träume, die wir uns erdacht?
Wer von uns
ist jemals aus dem Tod erwacht?
Wer wälzt
von dem Grabe uns den schweren Stein?
Wer kann,
wenn wir tot sind, uns vom Tod befrein?
Einen sah ich
sterbend in das Leben gehn,
und ihm will
ich glauben, dass wir auferstehn.
Lothar Zenetti
Liebe Pfarrangehörige,
Ostern ist mehr, als gefärbte Eier suchen. An Ostern geht es um Leben und Tod.
Dabei dürfen wir gewiss sein: Der Tod hat schon ausgespielt, denn EINER ging
"sterbend ins Leben", unser Herr Jesus Christus. Auf IHN schauen, IHN
feiern wir an den Heiligen Tagen: Gründonnerstag, Karfreitag, Osternacht.
Ich lade Sie alle dazu herzlich ein,
Ihr Pfarrer
Edmund Hauner
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Das liturgische Wort
Einander dienen - die Füße waschen
Die Fußwaschung, die nach dem Wortgottesdienst der Eucharistiefeier
stattfinden kann, zählt zum zentralen Gedenken des Geschehens am
Gründonnerstag. Einzig der Evangelist Johannes überliefert uns diesen
Dienst Christi an seinen Jüngern im Abendmahlssaal.
Eine Waschung der Füße war in biblischer Zeit und auch noch lange Zeit
danach ein Zeichen der Gastlichkeit und so auch noch in den geistlichen
Gemeinschaften des Mittelalters durchaus regelmäßig in Übung. Als
liturgisches Element am Gründonnerstag begegnet sie uns ab dem 7. Jh.
Teilweise war sie mit einer Armenspeisung oder einer Art Imbiss im
Refektorium, dem klösterlichen Speisesaal, verbunden. Jahrhunderte
lang fand die Fußwaschung im Anschluss an die Abendmahlsliturgie statt,
allerdings nur in Kathedral- oder Abteikirchen.
Seit der Reform der Karwoche 1956 hat die Fußwaschung, die seither auch
in allen Gemeindekirchen durchgeführt werden kann, ihren Platz innerhalb
der Eucharistie.
Zu wünschen ist, dass die Fußwaschung nicht nur als theaterhaftes
Nachspielen
erscheint, sondern eingebettet ist in eine gemeindliche Haltung, die sich in
vielen Diensten der Gemeinde äußert.
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